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Das macht eine familienfreundliche Schule aus Diesen Text vorlesen lassen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

 

der Arbeitsplatz Schule ist mit großen persönlichen Herausforderungen und Belastungen verbunden. Insbesondere die Einrichtung von Ganztagsschulen hat für die Kollegien Änderungen der Arbeits- und

Präsenzzeiten mit sich gebracht und damit vielfach auch die Schwierigkeit, berufliche Tätigkeit und familiäre Verpflichtungen, etwa bei der Betreuung der eigenen Kinder oder der Pflege von Angehörigen, miteinander vereinbaren zu können.

Insofern ist es besonders wichtig, die dienstlichen Erfordernisse und die privaten Herausforderungen nach Möglichkeit einvernehmlich zu regeln.

 

In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe haben daher Frauenbeauftragte, Personalrat, Schulamt und Dezernent nachfolgende Kriterien und Vorschläge zusammen getragen und in Form einer Handreichung unter dem Titel „Das macht eine familienfreundliche Schule aus“ allen Schulleitungen zugänglich gemacht, verbunden mit der Aufforderung durch den Dezernenten, sich daran zu orientieren.

Wir betrachten diese Handreichung als Einstieg in dieses wichtige Thema, an welchem weiter gearbeitet werden muss. Für weitere Anregungen und Vorschläge sind wir aufgeschlossen.

Zwischenzeitliche Änderungen z.B. durch bessere Informationsmöglichkeiten über das nun allen zugängliche Intranet, wurden im folgenden Text nachträglich eingearbeitet.

 

 

Das macht eine familienfreundliche Schule aus:

 

Arbeitszeiten / Beispiele
• Schaffung möglichst verlässlicher Arbeitszeiten, die zumindest über 2-3
Wochen vorausschaubar sind.
• Feste Termine für Konferenzen und z.B. Schilftage sind im Schulprogramm
festgehalten und zu Schuljahresbeginn mittels einer Jahresplanung bekannt.
• Möglichst unterbrechungsfreier Stundenplan an Ganztagsschulen.
• Minimierung, bzw. bei Teilzeitkräften Vermeidung von Springstunden.
• Ermöglichung eines unterrichtsfreien Tages für teilzeitbeschäftigte Eltern,
deren Arbeitszeit um 1/3 oder mehr reduziert ist.
• Abfragen der Einsatzwünsche und Unterrichtszeiten für das kommende
Schuljahr (Wunschzettel) und weitest mögliche Berücksichtigung, soweit
dienstliche Belange dem nicht entgegen stehen.
• Berücksichtigung familiärer Gründe bei durchzuführenden Klassenfahrten.
• Möglicher Vertretungseinsatz kann z.B. durch den Eintrag einer
Reservestunde in den Stundenplan verlässlich geregelt werden.
Weitere Anregungen siehe auch: Best practice-Beispiele für Teilzeitkräfte im Anhang

 

Arbeitsbedingungen und Arbeitsorganisation / Beispiele
• Teamorganisation: Wenn möglich, Rücksicht auf familiäre Belange nehmen
bei der Festlegung von Teamsitzungen und Besprechungen.
• Einsatz in möglichst wenigen Jahrgangsstufen bzw. Parallelunterricht zwecks
Zeitersparnis bei Unterrichtsvorbereitung und Konferenzen.
• Bei Umbaumaßnahmen bzw. frei werdenden Räumen Schaffung fachlich und
ergonomisch ausgestatteter Arbeitsplätze in ruhiger Umgebung für Lehrkräfte.
Informations- und Kommunikationsstrukturen / Beispiele
• Mitarbeiter/innen in Elternzeit und Beurlaubung können alle
wichtigen Informationen, Ausschreibungen sowie Angebote des Magistrats im
Rahmen von AUDIT Beruf und Familie digital über das Intranet auch von zu Hause aus abrufen.

• Über das Portal des LFI und des LIS besteht die Möglichkeit, sich über
Fortbildungen zu informieren und teilzunehmen.
• Dienstpost und interne Mitteilungen werden während der Elternzeit und bei
längeren Krankheiten postalisch an die Wohnadresse zugestellt.
• Die Schulleitung und das jeweilige Team bemühen sich um Aufrechterhaltung
des Kontaktes und regelmäßige Information über schulische Belange.
Kompetente Führung / Beispiele
• Die Schulleitung berücksichtigt soweit möglich Wünsche bei der Erstellung der
Stundenpläne und schafft Transparenz über deren Erfüllung.
• Sie beachtet die geltenden gesetzlichen Bestimmungen für Sonderurlaub bei
erkrankten Kindern und reagiert verständnisvoll.
• Der Elternzeitprozess wird mit Kontakthaltung, Ausstiegs- und
Rückkehrgespräch begleitet.

 

Service für Familien
• In Notfällen können die eigenen Kinder nach Rücksprache mit der
Schulleitung mit an den Arbeitsplatz gebracht werden.
• Die Kinder der Lehrkräfte können in besonderen Fällen am Kinder-
Ferienprogramm des Magistrats teilnehmen (sofern Kapazitäten vorhanden
sind).
• Das pädagogische Personal kann an Fortbildungen des Magistrates im
Rahmen des „Audit Beruf und Familie“ teilnehmen.
• Angebote des betrieblichen Gesundheitsmanagements des Magistrates
werden in den Schulen sowie im Intranet publik gemacht.
Kinderbetreuung:
Leider stehen hierfür derzeit keine finanziellen Mittel zur Verfügung, so dass
die Wahrnehmung auf eigene Kosten geschieht.
• Bei Konferenzen und Fortbildungen sollte mit bedacht werden, bei Bedarf eine
Kinderbetreuung zu organisieren (z.B. durch ältere Schüler/innen,
Praktikanten/Praktikantinnen der Fachschule für Sozialpädagogik, Eltern oder
u.U. auch durch Betreuungskräfte).
• Es wird angestrebt, bei entsprechendem Bedarf, einen Pool zu organisieren,
auf den zurückgegriffen werden kann.
• Kinder im Krippenalter können, je nach vorhandener Kapazität, auch
vorübergehend in einer der Großtagespflegestellen des Känguru-Projekts der
AWO (Auf der Bult 20, Tel. 0471/95897890) betreut werden.

 





Autor: margitkan -- 15.04.2015; 17:39:23 Uhr



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